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Alltags-Performance

Präsentation, Rede, Essay, Blog, Belletristik, Unterricht, Inszenierung, Werbung ...

Fast jede/r, die/der das hier liest, hat schon einmal eine Präsentation gemacht. Viele haben sich schon mit dem Gedanken getragen, etwas zu veröffentlichen – ein Essay, einen Blog, etwas Literarisches. Aber wie vorgehen? Wie anfangen? Und wie die tausend Ideen ordnen?

Vor diesem Problem stehen wir bei jeder Performance, wenn wir schwerpunktmäßig a) informieren [Präsentation // Unterricht // Vortrag // …] b) appellieren [politische Rede // Werbung // Predigt // …] c) unterhalten [Belletristik // Film // Inszenierung // …] wollen. Allen drei Formaten gemeinsam ist, dass sie ein Publikum erreichen, es dazu bewegen wollen, sich auf eine Geschichte, ein Produkt, ein Projekt, ein Konzept einzulassen. Sie wollen es erreichen, wollen, dass es „mitgeht“, „sich mitnehmen lässt“.

Hier sollte betont werden, dass „Zuhören“, „Mitgehen“ „Anschauen“ … ein höchst aktiver Vorgang ist, der aus ganz unterschiedlichen Verhaltenseinstellungen besteht: ich muss ein Problem sinnlich überhaupt erst wahrnehmen, um es verstehen zu können. // Dann möchte ich etwas ausprobieren, mich einlassen, um das Erleben zu vertiefen. // Erst dann kommt das mentale Verstehen, worum es überhaupt geht. // Alternativen, wie es anders gehen könnte, werden entwickelt etc.

Die Performance besteht darin, die inhaltlichen Lösungsschritte prinzipiell so zu gestalten, dass die aktive Erwartungshaltung des Publikums unterstützt wird. Beispiel: Der Aufmacher am Anfang verstärkt die Aufmerksamkeit nur dann, wenn er wirkklich anschaulich ist. Darüber hinaus muss er zugleich das Thema eröffnen, weil das Publikum, wenn es sich auf Inhalte einstellt, die gar nicht Thema sind, sonst nur irritiert ist.

Apriori bildet die Choreografie einer Performance, nach der sich sowohl fiktive Inhalte (Erzählungen, Schauspiele, Filme Romane …) als auch nichtfiktive Inhalte (Reden, Präsentationen, Predigten, Werbungen …) entwerfen bzw. gestalten lassen, in einer Tabelle ab. Diese Tabelle liefert auch ein Raster für den auf die Impulse der Performance abgestimmten Einsatz der Hilfsmittel (Folien, Gestik/Mimik, Impulsfragen, Sound …)