Das Apriori-Prinzip

- eine Methode für aktives Gestalten

Mal angenommen, Sie wollen eine Präsentation machen, die wirklich packend ist.
Wie gehen Sie vor?

Es gibt ein paar formale Vorgaben, die Sie einhalten sollten. Sie recherchieren die Fakten. Sie finden ein paar gute Bilder und einen Eyecatcher für den Einstieg. Sie stellen die Folien zusammen, wie es Ihnen sinnvoll scheint… und doch sind Sie mit der Präsentation unzufrieden. Die Recherche kommt Ihnen irgendwie beliebig vor und die Aneinanderreihung von Fakten ist für Sie nicht befriedigend.

Immer dann, wenn man es mit Herausforderungen zu tun hat, die kreativ gelöst werden müssen (etwa bei der Vermittlung von Inhalten / im Bereich kommunikativer Interaktion / bei künstlerischer Produktion / oder bei der Organisation dynamischer Prozesse), stellt sich die Frage, wie man das zentrale Problem erkennt und die wirklich guten Ideen entwickelt?

Was man bräuchte, wäre eine Art Tabellenbuch für kreative Prozesse. Eine Anleitung, die einen durch den gesamten Prozess führt, die hilft, Gedanken sinnvoll zu ordnen, Dinge auf den Punkt zu bringen, gute Lösungen zu entwerfen und die gröbsten Fehler zu vermeiden.

Die Apriori Methode ist eine solche Anleitung, die auf unterschiedlichsten Ebenen – vom Hausgebrauch bis hin zur höchsten Professionalität – einsetzbar ist.
Sie ist ein sich selbst kontrollierendes Verfahren (wie Sudoku oder Kreuzworträtsel), mit dem sich Prozesse und Projekte

        • analysieren
        • strukturieren
        • präsentieren        lassen.

Sie führt zu „besseren“ Ergebnissen, weil 1. Probleme gründlich analysiert und 2. Problemlösungen methodisch durchgeführt werden.

Sie eignet sich hervorragend, wenn Sie Prozesse genauer anschauen und zu Ende denken wollen, oder um die alten Trampelpfade zu verlassen und – im Sinne von Picasso – das völlig Neue zu finden.

"Ich suche nicht, ich finde. Suchen ist das Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuen. Finden, das ist das völlig Neue, das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer. Die Ungewissheiten solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die im Ungeborgenen sich geborgen wissen, die in die Ungewissheit, in die Führerlosigkeit geführt werden, die sich im Dunklen einem unsichtbaren Stern überlassen, die sich vom Ziel ziehen lassen und nicht - menschlich beschränkt und eingeengt - das Ziel bestimmen."    (P. Picasso)